Ratgeber „Wiesenpflege und Nachsaaten“
Bodenbearbeitung

Effiziente Methoden zur Pflege von Grünlandflächen


Wiesenpflege und Nachsaat sind wichtige Maßnahmen für ertragreiche Grünlandflächen sowie zur Förderung ihrer ökologischen Vielfalt und Futterqualität.

Dieser Beitrag handelt von effizienten Methoden und Techniken zur Wiesenpflege und Nachsaat.

Was bedeutet Wiesenpflege?

Die Wiesenpflege beinhaltet verschiedene pflanzenbauliche Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Grünlandflächen, um ihre Vielfalt an Pflanzenarten zu fördern und ihre ökologische Funktion sicherzustellen. Dazu gehören das Abschleppen bzw. Eggen, Striegeln und Walzen sowie gegebenenfalls die Nachmahd bei Weidenutzung und das Düngen.

Was ist beim Abschleppen zu beachten?

Im Frühjahr ist der günstigste Zeitpunkt zum Abschleppen, jedoch kann dies auch im Sommer erfolgen, wenn der Maulwurfbefall hoch ist. Vor Frostnächten oder bei reifbedeckten Beständen ist die Wirkung ungünstiger.

Abschleppen im Frühjahr ist auf vielen Wiesen und Weiden eine notwendige Maßnahme. Es gleicht Unebenheiten auf der Oberfläche aus, wie Maulwurfshügel, Wühlmausspuren und Schäden durch Beweidung wie Narben oder Trittschäden. Zudem entfernt es abgestorbene, flachwurzelnde Gräser und sorgt für die gleichmäßige Verteilung von Mistresten. Dadurch wird Futterverschmutzung reduziert und Verunkrautung vorgebeugt.

Durch die zusätzliche Durchlüftung der Narbe und kleinere Verletzungen der Pflanzen wird eine bessere Bestockung und ein förderlicherer Neuaustrieb erreicht.

Was ist beim Striegeln zu beachten?

Ein professioneller Grünlandstriegel hat flexible Zinken, die sich durch ihre federnde Wirkung an Bodenunebenheiten anpassen können. 

Idealerweise sollte der untere Teil des Striegelzinkens senkrecht zum Boden stehen, um narbenschonend zu arbeiten und eine gute Belüftung der Grasnarbe zu gewährleisten.

Der Druck der Zinken kann mithilfe der Höhenverstellung des Striegels angepasst werden, um die Grasnarbe nicht zu stark zu beschädigen. Ist dies dennoch der Fall, sollte die Geschwindigkeit reduziert werden oder die Zinkeneinstellung auf „schleppend“ gestellt werden, um eine schonendere Bearbeitung zu ermöglichen.

Ist die Grasnarbe stark verfilzt (z.B. mit Gemeiner Rispe) oder auch Moos vorhanden, kann für eine intensivere Bodenbearbeitung der Eingriffswinkel der Zinken oder die Geschwindigkeit erhöht werden. In der Regel ist nach solchen Maßnahmen, die die Narben stark öffnen, eine möglichst zeitnah folgende Übersaat erforderlich.

Was muss beim Walzen beachtet werden?

Das beste Ergebnis beim Walzen wird bei leicht feuchtem Boden erzielt. Bei nassem Boden besteht die Gefahr von zu hoher Verdichtung, bei zu trockenem Boden bleibt das Walzen fast gänzlich wirkungslos.

Walzen auf bereits stark gewachsenen oder durch Nachtfrost erstarrten Pflanzen soll vermieden werden.

Die Effizienz der Wiesenwalze hängt von der Feuchtigkeit und dem Humusgehalt im Boden ab. Die ideale Arbeitsgeschwindigkeit der Walze ist max. 4-5 km/h, da sie bei höheren Geschwindigkeiten nicht effektiv arbeiten kann.

 

 

Wieseneggensterne/-ringe

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Striegelzinken

Striegelzinken
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Zahnwalzenringe

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Was ist eine Nachsaat?

Bei der Nachsaat werden Samen von Gräsern oder anderen Pflanzen auf bereits bestehenden Wiesen oder Weiden ausgebracht. Ein hoher Anteil an Bestandslücken ist der offensichtlichste Grund für eine Nachsaat. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Bestandsdichte zu erhöhen oder bestimmte Pflanzenarten zu ergänzen. Dadurch soll die Ertragskraft, Artenvielfalt und die Qualität der Wiese verbessert werden.

Vorteile von Nachsaat

  • Weniger Erosionsgefahr als bei einer Neuansaat
  • Geringere Kosten
  • Es können vorhandene Bestände korrigiert und in der Zusammensetzung verbessert werden.
  • Kein Ausfall eines Mähschnitts

Vorteile von Neuansaat

  • Bietet die Möglichkeit, die Wiese von Grund auf neu zu gestalten und zu optimieren
  • Beseitigt alte, degradierte Vegetation und ermöglicht einen sauberen Neustart
  • Ermöglicht die Auswahl und Einführung spezifischer Pflanzenarten und Sorten, die den Bedürfnissen des Landwirts entsprechen
  • Kann langfristige Verbesserungen in der Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit des Grünlands bewirken

Universalstreuer

 

Bestell-Nr. 00 330 290 00 330 272 00 330 158 00 330 169 00 330 138
Bezeichnung Prillinger PRI40 Prillinger PRI100 APV MDD 100 M1 APV MDP 100 M1 APV PS 120M1
Streuertyp Kleinsamenstreuer Einscheibenstreuer Multidosierer mit Säwelle und Streuscheibe Multidosierer mit Luftunterstützung Pneumatisches Sägerät
Behälter-volumen in Liter 40 105 105 105 120
Arbeitsbreite/ Abgänge 1-12 m 1-24 m
(für 1-4 m mit

Präzisionsstreuplatte)

1-28 m 6 Abgänge (mit Zubehör 2 Abgänge 8 Abgänge
(mit Zubehör 1 oder 2)
max. Arbeitsbreite 6 m
maximale Ausbringmenge (kg/min) - -

5 kg/min Saatgut abhängig

5 kg/min Saatgut abhängig

-
Abmessungen (L x B x H) 60 x 45 x 60 60 x 55 x 90 60 x 55 x 105 60 x 55 x 105 80 x 60 x 90
Gewicht in Grundausstattung in kg 19 29 30 30 45
Stromaufnahme 12 V/25 A 12 V/25 A 12 V/25 A 12 V/25 A 12 V/25 A
Einsatzzweck
Zwischenfrüchte Untersaaten x x x x x
Rotations-Dauerbrachen   x   x x
Grassamen x x   x x
Schneckenkorn und ähnliches x x x x x
Steuermodul enthalten PRI Classic PRI Classic     APV 5.2
Kompatible Steuermodule
PRI Classic x x      
APV 1.2     x x x *
APV 5.2     x x x

*(nicht mit Abdrehtaster kombinierbar)

Universalstreuer

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